RYYC Rheydter Yachtclub e.V. Willkommen bei Freunden des Wassersports
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Segeltörn Willemstad - Isle of Wight               19. Juni - 12.Juli 1980

                                                     Zeelandbrücke

Donnerstag 19. Juni 1980

4 Clubfreunde haben beschlossen mit ihren Schiffen von Willemstad zur Insel Isle of Wight zu segeln. Hinter der Folkerakschleuse ist zur damaligen Zeit noch Gezeitenstrom und so kam es das die "Chru" eine Noray 38 von der starken Strömung vor Bruinisse auf eine Tonne gedrückt und an Stb beschädigt wurde. Wir übernachten in Bruinisse. Die Chru wollte vorerst binnen nach Vlissingen weiter fahren. Die "BABSY 3" eine Caraté 35 blieb bei der "Chru". Die "Morning Star" eine Sirocco 30 und die "noch ohne Namen" auch eine Caraté 35 setzen am nächsten Tag die Reise fort und steuerten durch den Roompot auf die Nordsee. Man wird sich schon in einem Hafen treffen. Alle Schiffe hatten schon Funk an Bord. Navigiert wurde noch auf Papierkarten. Wir laufen am 21. Juni um 0300Uhr mit 2 Reff im Groß und der Arbeitsfock bei sw5-7 mit ablaufendem Wasser aus und erreichen Ostende um 1400 Uhr. 

                                                                         Ostende 

Wir bleiben den Sonntag in Ostende und warten auf besseres Wetter und die beiden anderen Schiffe. Der Wetterbericht sagt für Montag Wind aus W-SW mit 5-7 Bft. voraus.

                                                         Zwei Seiten aus dem Logbuch 

                                                               Calais

Montag 23.Juni um 0930 Uhr verlassen wir Ostende mit dem Ziel Dover. Der Wind und der Seegang meinen es nicht gut mit uns und so wird es ein harter Ritt über die Wellen. Guido erwischt die Seekrankheit stark und leidet. Mutter Ruth geht´s gut. Wir Laufen auch deshalb den Hafen von Calais an und machen an einer Tonne im Vorhafen um 2400Uhr fest. Immer noch SW 6-7 Bft. Wir setzen die Flagge „Q“. Bei HW verlegen wir uns morgens  ins Dock. Der erste Weg ist zum Zoll. Ruhe kehrt ein. Wir bleiben einen Tag und sehen uns Calais an, außerdem warten wir noch auf die anderen beiden Schiffe.  

Für Mittwoch den 25. Juni hat Norddeich Radio gutes Wetter und Wind W-NW3-4 angekündigt. Chru und Babsy3 sind nicht gekommen auch haben wir keinen Funkkontakt mit ihnen bekommen. Mit dem ablaufenden Wasser verlassen wir Calais um 0430 Uhr in Richtung Newhaven. 1100 Uhr passieren wir Dungenes und um 1515 Uhr den Feuerturm Royal Sovereign. Der Wind bläst leider nur mit 2 Bft aus NW. Um 1630 Uhr passieren wir Beachy Head. 2000 Uhr machen wir in Newhaven fest. Hier setzen wir wieder die Flagge „Q“ und warten auf den Zoll. Der lässt nicht lange auf sich warten, denn die Zollvormalitäten nehmen die Engländer sehr genau. Einfuhr Papiere werden in dreifacher Ausführung ausgestellt. Zwei bleiben an Bord. Das dritte Papier muß im letzten besuchten Hafen in England abgegeben werden. Auf dem Durschlag fürs Schiff wird quittiert.  Wir warten hier auf die anderen beiden Schiffe und fahren deshalb für einen Tag am Donnerstag den 26. Juni mit der Eisenbahn nach London.

In London besuchen wir den Woll Klipper Catty Sark und die Gipsy Moth 4 von Einhandsegler Sir Francis Chichester.

Am Freitag den 27. Juni treffen die beiden Schiffe Babsy 3 und Chru ein. Die Morning Star und das Schiff "ohne Namen" lassen wir bei Ebbe trockenfallen um das Unterwasserschiff zu reinigen. Dieter meint die Morning Star auf seine eigene Art zu taufen.

Wir beschließen am Samstag den 28. Juni um 1330 Uhr alle gemeinsam nach Brighton zu segeln. Leider steht der Wind wieder mit W 4 genau gegenan. Die Entfernung ist aber nur 8 sm und wir kommen um 1525 Uhr im neuen Hafen von Brighton an. Bei meinem letzten Besuch in Cowes 1977 war hier vom Hafen noch nichts zu sehen.

BBC 200 Khz Wetterbericht sagt uns für den übernächsten Tag Starkwind und Regen voraus. Wir beschließen nicht in Brighton zu bleiben sondern noch diese Nacht nach Cowes zu fahren. Die „Chru“ und „Babsy3“ bleiben zurück.
Wir verlassen Sonntag den 29. Juni um 2330 Uhr Brighton unter Motor weil kein Wind bläst.

     0520 Uhr NAB TOWER Turm querab.                      0320 Uhr Tonne OWERS querab.    

Wir haben noch 30 Min auf „Schiff ohne Namen“ gewartet und um 0845 Uhr in Cowes festgemacht. Bis hier sind es 210 sm.

Wir haben einige Tage in Cowes verbracht und sehr viel gelacht, meistens über Hartmut. Hartmuts Schiff getauft und mit neuem Namen beschriftet. „boe1“ = Baustelle ohne Ende, weil immer etwas zu reparieren war. Hartmut und seine Kinder wussten davon nichts.

Freitag 04.Juli 0815 Uhr mit Wind SW 4 verlassen wir Cowes.
1045 Uhr Tonne Outer NAB querab.
1200 Uhr Tonne OWERS querab.
1645 Uhr in Newhaven fest. Guido hat die ganze Strecke verschlafen.

Samstag 05.Juli um 0810 Uhr verlassen wir Newhaven. SW liche Winde 1-3
um 1010 Uhr passieren wir Beachy Head ca. 200m Bb.

1145 Uhr.  Guido aufgestanden, als er über Funk hört es gibt Spagetti an Bord der „boe1“ springt er ins Wasser und schwimmt zu den Kindern Claudia und Dirk an Bord der „boe1“.
Ruth und ich essen eine Erbsensuppe aus der Dose.

1620 Uhr Dungeness 500m querab.
2000 Uhr fällt unser Anker im Vorhafen von Dover, die Schleuse zum Doc hatte schon geschlossen.

Sonntag 06. Juli um 0600 Uhr verlegen wir uns ins Wellington Doc. Hartmut und die Kinder warten auf Heidi und nehmen sie an Bord. Heidi ist nicht so gerne auf einem Boot, genau wie Guido. Im Hafen treffen wir noch andere Clubmitglieder, die „Chibitimaha“ mit Hans und Irmi und das Segelschiff „Gode Wind“ mit Dieter und Uschi.

Dienstag 08. Juli um 0830 Uhr werden wir von der Wasserschutzpolizei aus dem Hafen geleitet weil vor dem Hafen extrem viel Verkehr herscht. Vorher haben wir noch die Zollpapiere abgegeben und stempeln lassen. 1030 Uhr Wind N 5 passieren die Untiefen Tonne RCW N vor Calais und werfen eine Flaschenpost für Guido über Bord. 1125 Uhr liegen wir im Vorhafen bei sehr viel Schwell unruhig und verlegen uns um 2110 Uhr ins Dock. 2350 Uhr über UKW Funkgespräch mit meiner Schwägerin nach Deutschland.

Mittwoch 09. Juli 0830 Uhr verholen wir vom Dock in den Vorhafen.
0930 Uhr verlassen wir den Hafen. Guido ist wie immer wieder Seekrank. 1230 Uhr Wind NNW 6 Bilder von boe1 geschossen. 1730 Uhr vor der Einfahrt von Ostende Ausweichmanöver wegen Fähre gefahren. Grobe See und Wind NNW 7. 1800 Uhr in Ostende fest. Guido geht sofort in die Stadt.

Haben den Donnerstag bei Regen in Ostende verbracht. Verlassen
Freitag 11. Juli um 0945 Uhr den Hafen. Der Seegang hat sich gelegt und ich nehme beide Reffs aus dem Groß und setze die Genua 2. Wind NW 3 Später setze ich noch den Spi. 1800 Uhr sind wir im Roompot.
2030 Uhr machen wir in Zieriksee fest und gehen noch ein leckeres Bier trinken.

Samstag 12. Juli 0900 Uhr verlassen wir den Hafen Zieriksee und setzen Groß und Gen 2. Segeln bei Wind S 3-4 mit dem Strom zur Volkerakschleuse.
1300 Uhr vor Schleuse fest. Wartezeit 3 Stunden. 1630 Uhr im Heimathafen Willemstad fest. 

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